Hintergrund
Was bedeutet 1TR6?
Der Name 1TR6 geht auf das Jahr 1987 zurück. Damals lag die Verantwortung für das deutsche Telefonnetz beim Fernmeldetechnischen Zentralamt (FTZ). Das Dokument FTZ 1TR6, Ausgabe 7.87 war die erste schriftliche Beschreibung eines digitalen Vermittlungsprotokolls für Deutschland. Der exakte Titel des Dokuments lautet „Kennzeichenaustausch zwischen DIVO(ISDN)-Vermittlungsstellen und ISDN-Teilnehmereinrichtungen“. TR steht für „Technische Richtlinie“.
Am 8. März 1989 wurde auf der CeBIT in Hannover der offizielle Start in Deutschland bekanntgegeben, durch den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl und den damaligen Postminister Christian Schwarz-Schilling.
Wie entwickelte sich aus 1TR6 das Euro-ISDN?
Etwa zeitgleich mit dem FTZ arbeitete auch France Telecom an einem ISDN-Standard. ISDN heißt auf Französisch RNIS (Réseau Numérique et Intégration de Services). Die Versionen des französischen ISDN werden VN2 bis VN6 (Version Numérique) genannt. VN2 hat einige Ähnlichkeiten mit 1TR6.
Im Zuge der Europäischen Einigung wurde ein gemeinsames ISDN-Protokoll angestrebt. Das führte 1990 zu einer neuen Ausgabe des 1TR6, die einige Klarstellungen und Verfeinerungen für die fortgesetzte Diskussion enthielt. 1993 ging die Verantwortung vom FTZ auf das neu gegründete Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) über. Aus FTZ 1TR6 wurde die Zulassungsvorschrift BAPT 223 ZV 6.
Im gleichen Jahr waren auch die Spezifikationsarbeiten am Euro-ISDN abgeschlossen. Das neue digitale Vermittlungsprotokoll konnte am 14.12.1993 offiziell eingeführt werden.
Seit wann unterstützt Voxtream 1TR6?
Der ISDN Least Cost Router Parlay i30 war 1997 das erste Gerät aus dem Hause Partner Electric (wie Partner Voxtream damals noch hieß), das 1TR6 am Primärmultiplex unterstützte. 1998 folgte der ISDN Least Cost Router Parlay i4 mit 1TR6 am ISDN-Basisanschluss. Seit 2001 kann mit Parlay i8 und Parlay i60 von 1TR6 auf Euro-ISDN konvertiert werden.